yacht – see mystery lights

2 Sep

see-mystery-lightsna gut. es fängt schon mal so an. dfa ist ja, wie ich bereits in meinem alten blog mehrfach erwähnt habe, eines meiner liebsten labels. alles, was die new yorker mit dem sichersten aller geschmäcker rausbringen, muss bei mir fast zwanghaft in den top-10-alben-des-jahres charts auftauchen. es mag auch daran liegen, dass ich yacht erst mit ihrer 2008er ep „summer song“ die sie auf eben diesem label veröffentlicht haben, überhaupt bemerkt habe. und das, obwohl die guten bereits drei alben veröffentlicht haben.

jedenfalls: „see mystery lights“ ist also das mittlerweile vierte album von yacht – jona bechtolt (ex the blow) und claire evans – und eben auch auf dem von mir verehrten dfa label erschienen. und das hört man auch. das gewühle in der soundkiste der letzten, ich weiß nicht, mindestens 30 jahre ähnelt einigen anderen dfa bands. wo sich andere allerding oftmals eher vor disco verneigen, klingen yacht eher wie die teenagerversion der talking heads. oder auch mal wie die straightere version von animal collective (besonders in „ring the bell“). und als das ist im positivsten sinne gemeint. was für mich das bemerkenswerteste an diesem album ist, ist der humor den bechtolt in seinen songs beweist. natürlich wird auch hier mal 80er synthie pop zitiert (geht das eigentlich noch ohne?), natürlich hört man auch hier die obligatorische kuhglocke. und war das nicht eben ein sample aus „drop it like its hot“? aber irgendwie schaffen yacht es gleichzeitig unernst und ernst mit solchen referenzen umzugehen.  es wird zwar allerlei benutzt und zitiert, aber immer mit einem gewissen – nennen wir es – respekt. trash ist meilenweit von yacht entfernt, leicht verdaulich ist es trotzdem. markenzeichen: mehrstimmige refrains und aaaaaaaahs, ooooooohs und ayayayas. ganz groß.

und dann sind die beiden auch noch so unverschämt klug: entgegen der sonstigen dfa releases ist „see mystery lights“ eigentlich nur bedingt club tauglich. schließlich ist das ganze immer noch mehr pop als dance. aber hey. packen wir doch einfach gleich einen club remix eines der songs mit auf das album – problem gelöst. so geschehen mit dem an sich schon ziemlich scharfen song „i’m in love with the ripper“, dem man dann einfach noch mal ein ein bisschen clubtauglicheres (und sehr sehr dfa typisches) outfit verpasst hat. demnächst in deinem club zu hören, wetten?

nebenbei bemerkt: die website der band is unbedingt empfehlenswert. >>klick mich

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: